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Langeweile vertreiben

Hier mal wieder eine kleine Auswahl an empfehlenswerten TED-Vorträgen:

Außerdem möchte ich noch einmal auf die Long Now Foundation hinweisen. In ihrem monatlichen Seminar gab es neulich eine Sitzung über die letzten 500 Jahre der Homogenisierung der Welt: Was hat Christoph Kolumbus mit der kleinen Eiszeit zu tun? Das Audio ist schon lang, aber als Podcast kann man sich das schon mal geben.

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฿itcoin

Habt ihr schon von ฿itcoin gehört?

Es ist ein großes Experiment. Die Fragestellung: Gibt es eine sichere elektronische Währung, die global aber vollkommen dezentral ohne Banken (auch ohne Zentralbank) funktioniert? Das Experiment wurde gestartet und hat mittlerweile den Status des Experiments verlassen.

Wie funktioniert Bitcoin? Ich hätte hier eine einfache Erklärung als kurzes Video und eine ausführliche Erklärung als langes Audio. Die letztere Audio-Datei ist gut zwei Stunden lang und behandelt abgesehen von Bitcoin noch andere elektronische Geldsysteme. Die zentrale Anlaufstelle für Informationen über Bitcoin ist die Projekt-Homepage aber auch die Wikipedia weiß weiter.

Auf den Bitcoin-Tausch-Börsen kann man staatliche Währungen (EUR, USD, …) in Bitcoin (BTC) tauschen. Der Wechselkurs schwankt durchaus: Vor etwa einem Jahr gab es einen riesigen Hype rund um Bitcoin. Mittlerweile hat sich der Preis auf etwa 4 EUR bzw. 5 USD stabilisiert.

Es gibt viele Seiten im Internet, die tatsächlich Bitcoins akzeptieren. Ob als Bezahlung oder als Spende.

Was mich am meisten fasziniert: Abgesehen von der Zielvorgabe der Dezentralität ist es auch noch einfach und hat geringste Transaktionsgebühren. Das komplizierteste ist, das System zu verstehen. Das tut man bei staatlichen Währungen ja auch schon nicht.

Ganz risikofrei ist Bitcoin nicht. Aber das ist auch das Bezahlen per Kreditkarte nicht.

Jeder, der es ausprobieren möchte teile mir eine Adresse mit. Ich verschenke dann ein paar (Bruchteile) Bitcoins. Auf der anderen Seite akzeptiere ich auch Bitcoins als finanzielle Zuwendung.

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Langeweile vertreiben

Meine Langeweile vertreibe ich mir häufig, indem ich Videos von den TED-Konferenzen anschaue. Insgesamt sind alle TED-Vorträge immer sehr positiv und bilden für mich einen kleinen Gegenpol zu den täglichen Nachrichten.

Was ist TED? Eine Konferenz, die sich mit Technologie, Unterhaltung, Design, Wissenschaft, Gesellschaft und allem möglichen anderen beschäftigt. Mittlerweile gibt es weltweit auch Ableger, die sich TEDx nennen. Die Vortragssprache ist Englisch und die Länge bis zu 25 Minuten. Viele (oder alle?) Vorträge werden unter einer CC-Lizenz online gestellt und können auf der Homepage angesehen werden. Zum Glück kann man die auch abonnieren, um keines der Videos zu verpassen. Ob man tatsächlich alle anschauen muss, ist die eine Fragebesser als Fernsehen, ist es allemal.

Hier mal eine kleine Auswahl an empfehlenswerten TED-Vorträgen:

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Kompetenz

Ich mag professionelle, kompetente Menschen. Wenn man etwas macht, das nicht ausschließlich der eigenen Belustigung dient, sollte man seine Sache gut machen.

Wenn »seine Sache machen« aber bedeutet, aus dem Wissensdefizit oder der Leichtgläubigkeit von anderen Menschen Profit zu schlagen oder Entscheidungsträgern Aufträge zu entlocken, habe ich da kein Verständnis für.

Für mehr kompetente Menschen jeden Alters!

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Zentrale Abhängigkeiten

Vieles, was im Internet und darum herum so abgeht ist echt cool. Anderes gefällt mir weniger.

Was mir nicht gefällt: Es ist ein deutlicher Trend zur Zentralisierung zu beobachten. Das wird hier sehr schön dargestellt. Zentralisierung und Monopolisierung sind für die Endbenutzer häufig »bequemer«, konzentrieren aber auch Risiken.

Einerseits sind die Monopolisten vermehrt Ziel von Angriffen, ob nun Accounts, Daten oder direkt Geld. Andererseits lässt sich ein Monopolist auch leichter von staatlicher Seite zensieren oder manipulieren. Bei Fehlern – die immer wieder vorkommen – sind dann auch gleich viel mehr Menschen direkt betroffen.

Auch ist es vielleicht nicht unbedingt wünschenswert, dass die Werte- und Moralvorstellungen eines einzelnen Konzerns entscheiden, was der Großteil der Bevölkerung zu sehen bekommt.

Einzige Hoffnung meinerseits: Es gibt meist gute Alternativen.

Hier hat sich jemand die Mühe gemacht, Alternativen zu Google-Diensten zusammenzustellen. Das dezentrale Diaspora* will es mit Facebook aufnehmen, die vielen Linuxe werden auf dem Desktop immer komfortabler und drängen auch auf den Mobilmarkt. Einzig für Amazon sehe ich noch keine richtig gute Alternative.

Ob die Alternativen tatsächlich irgendwann die Macht im Internet wieder streuen können, bleibt abzuwarten. Denn genau darum geht es mir: Nicht einen Monopolisten durch einen anderen zu ersetzen, sondern die Vielfalt regieren zu lassen.

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Geld und Schulden

Die ganze Geschichte mit der Herkunft von Geld und der Bedeutung von Schulden ist ja auch irgendwie komisch. Versteht auch keiner so richtig. Vor allem, weil immer alles nicht richtig sei, was man irgendwo lesen könne.

Je länger die »Krise« dauert, und so seltsamere Effekte sie mit sich zieht, desto mehr liest man auch mal neue Ideen. Griechenland retten? Schon irgendwie … aber was ist mit Amerika?

Den Wert des Geldes auf reale Werte beziehen lassen? Pah! Wir wollen vollkommen digitale Werte: Bitcoin! Das ist nämlich schon lange wichtig genug, um gestohlen zu werden. Zum Glück ist die große Hype-Blase der Bictoins schon vorbei.

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Broken by Design

Es gibt ja Dinge, die dazu gemacht sind, neu gekauft zu werden. Habe ich schon mal drüber geschrieben. Aber wusstet ihr, dass es auch eine Meldestelle für solchen Schrott gibt? Auf Telepolis gibt es ein Interview mit dem Gründer der Plattform.

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Zuhause

Die Erde, unser Zuhause (93 min). Bildgewaltige Dokumentation. Bis kurz vor Ende wirkt das alles sehr schwarzmalerisch, hat aber ein hoffnungsvolles Ende.

Dazu passen aber auch irgendwie We feed the World (96 min) und Darwins Alptraum (107 min), Trailer (2 min), beide etwas sehr viel deprimierendere Filme – das macht sie nicht weniger sehenswert.

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Religiöse Feste

Eigentlich bin ich kein großer Freund von organisierten und institutionalisierten Religionen.

Jetzt zu Weihnachten ist es aber irgendwie seltsam zu sagen: »Ich mag die Kirche nicht, also will ich auch weder feiern, noch meine Familie sehen.« Denn genau dazu ist  Weihnachten im Wesentlichen »verkommen«: Sich gegenseitig beschenken und die dunkelste Zeit des Jahres in Gesellschaft der eigenen Familie und Freunde zu verbringen.

Dass es von der Idee her eine Feier zu Ehren des Religionsstifters ist, vergisst sich da schnell. Die vielen Lieder, Bilder und Bräuche spiegeln das alles noch entfernt wider – beim alljährlichen Weihnachtsgottesdienst, dem einzigen Mal im Jahr, wo man den Pastor seiner Gemeinde sieht, zum Beispiel.

Aber seien wir mal ehrlich: Das Weihnachtsfest hat sich sehr stark vom Christentum entfernt. Andererseits hingegen, haben die Menschen schon vor dem Christentum zu dieser Zeit des Jahres die Wintersonnenwende gefeiert. Die Geburtstage Zeus und Horus liegen auch dort – welch ein Zufall.

Menschen wollen einfach nicht in der dunkelsten Zeit des Jahres alleine sein – das ist meine vorzeitige Schlussfolgerung aus obigen und persönlichen Beobachtungen. Um so härter trifft es diejenigen, die zur Wintersonnenwende nicht bei ihren Angehörigen sein können oder keine haben. Mit diesen sollte man wirklich Mitleid haben und nicht mit denen, die nicht die Geschenke bekamen, die sie sich wünschten.

Ich bin wirklich froh, dass meine Familie beschlossen hat, dieses Jahr auf Geschenke zu verzichten. Dem unkontrollierten Kaufrausch muss man auch nicht unbedingt huldigen – obwohl es die Umsätze der Wirtschaft und die Steuern des Staates vergrößert. Mehr Bruttosozialprodukt sorgt für mehr Arbeitsplätze. Und arbeiten wollen wir doch alle, oder?

Wie dem auch sei.

Ich wünsche allen eine frohe Wintersonnenwende und eine angenehme Zeit mit ihrer Familie und ihren Freunden.

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Unmotiviert?

Seid ihr manchmal auch vollkommen unmotiviert? Das kenne ich auch. Dann bekommt man nix gebacken. Externe Motivation wie Geld hilft auch nicht immer. Das ist jetzt keine Behauptung, sondern der Stand der Wissenschaft. Leider handelt die Wirtschaft nicht immer nach dem aktuellsten Wissensstand.

Das wird sehr schön in diesem TED-Vortrag erklärt.

In so einem Betrieb, wie ihn der Mensch dort beschreibt würde ich auch arbeiten wollen. Ach warte, tue ich ja schon! Aber ich arbeite nicht in der freien Wirtschaft. Wollte ich in nächster Zeit auch gar nicht. Unter solchen Arbeitsbedingungen könnte man sich das vielleicht noch einmal anders überlegen …

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