Beiträge getaggt mit open science

Langeweile vertreiben

Meine Langeweile vertreibe ich mir häufig, indem ich Videos von den TED-Konferenzen anschaue. Insgesamt sind alle TED-Vorträge immer sehr positiv und bilden für mich einen kleinen Gegenpol zu den täglichen Nachrichten.

Was ist TED? Eine Konferenz, die sich mit Technologie, Unterhaltung, Design, Wissenschaft, Gesellschaft und allem möglichen anderen beschäftigt. Mittlerweile gibt es weltweit auch Ableger, die sich TEDx nennen. Die Vortragssprache ist Englisch und die Länge bis zu 25 Minuten. Viele (oder alle?) Vorträge werden unter einer CC-Lizenz online gestellt und können auf der Homepage angesehen werden. Zum Glück kann man die auch abonnieren, um keines der Videos zu verpassen. Ob man tatsächlich alle anschauen muss, ist die eine Fragebesser als Fernsehen, ist es allemal.

Hier mal eine kleine Auswahl an empfehlenswerten TED-Vorträgen:

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Ein Kommentar

Braucht Wissenschaft gewinnorientierte Verlage?

Mobilmachung gegen Elsevier

Überhaupt hat wissenschaftliche Kommunikation momentan komische Probleme, wie Jonathan Eisen anmerkt.

Es gibt aber auch Gegenvorschläge zum aktuellen System.

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Darwin, Franklin, Newton, Maxwell

Was haben diese vier Herren gemein?

Richtig! Man kann sie kostenlos im Original lesen!

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Elfenbeinturm

Nein, nicht der aus der Unendlichen Geschichte. Mein alter Arbeitsplatz!

Ich bin neulich über diesen Beitrag zur Diskussion der Weiterentwicklung des Wissenschaftsbetriebes gestolpert. Interessante Fragen, die dort aufgeworfen werden. Leider bin ich noch nicht so weit fortgeschritten in meiner wissenschaftlichen Laufbahn, dass ich da so richtig mitreden könnte. Nachdenken werde ich auf jeden Fall darüber.

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Autokatalysierte Wissenschaft

Dass das WWW ursprünglich für eine effizientere Kommunikation in der Wissenschaft sorgen sollte, ist ja nie ein Geheimnis gewesen. Jetzt gibt es auch Ideen, die im Netz und der Open-Source-Szene entstandenen Konzepte zurück in die Wissenschaft zu integrieren. Open Science soll das ganze heißen. Sehr spannende Geschichte. Überhaupt sollte man viel mehr Offenheit wagen. Auch bei Hardware und in der Produktentwicklung.

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2 Kommentare

Freiheit von Wissen und Kultur

Das Internet ist schon eine schöne Sache.

Es erlaubt mir instantan meine Gedanken in die große weite Welt zu tragen. Es ist eine unglaublich mächtige Infrastruktur. Es transportiert Bilder, Texte, Filme – alles kodiert in Zahlen. Zahlen die man abschreiben kann. Solange man noch weiß, was sie kodieren, geht das alles klar! Kopieren wird dies im allgemeinen genannt.

Kennt auch jeder, was schreibe ich hier für einen Stuss. Macht auch jeder, braucht man keinem zu erklären. Wo will man denn sonst diesen Text hier lesen …

Moment.

Digitale Daten

Hat irgendwer von euch hier irgendwelche Zahlen abgeschrieben? Ich hoffe doch nicht: Nicht persönlich, nicht per Hand. Genau das machen Programme für uns. Sie stellen die Zahlen, auch Daten genannt, in für uns Menschen lesbarer Form dar. Sie können aber noch untereinander kommunizieren. So kann ich Fotos von meiner Digitalkamera ins Internet hochladen. Toll!

Was auch großartig ist: Maschinen können sogar noch komischere Bilder aufnehmen, mit noch viel mehr Details als auf meiner Digitalkamera, für noch viel kleinere Objekte. Ein Beispiel: das Forschungszentrum CERN in der Schweiz. Dort werden Zahlen gemessen, die mehr oder weniger das Bild unserer Welt verbessern sollen. Also im übertragenen Sinne. Dort fielen so viele Daten an, dass ein Rechner das alleine gar nicht mehr bewältigen konnte. Die Daten mussten verteilt werden, vor allem aber Informationen über diese Daten. So nahm auch das Weltweite Netz in seiner heutigen Form seinen Anfang. Das wo man von blauen Textpassagen, über noch mehr blaue Textpassagen auf andere Textpassagen kommt … und so weiter. Ihr wisst schon, der Vorläufer der Wikipedia, wo alles Wissen dieser Welt gerade zusammengetragen wird.

Kriminelle Kopien

Dieses Internet bietet schon ganz schön viele Freiheiten. Freiheiten zur Kommunikation, Organisation, Revolution und … zur Kriminalität? Ja klar, mag der ein oder andere sagen. Kopieren ist ja schließlich illegal. Nix gibt es um sonst im Leben, heißt es immer. Wenn ich Musik kopiere, wenn ich Texte oder Bilder kopiere und sie in meine Doktorarbeit schreibe ist das illegal. Naja so in etwa. Bei Texten kann man sich noch raus reden, wenn man das als Zitat markiert und den Urheber nennt, bei Bildern die Quelle. Dann geht das wieder in Ordnung – darf man dann nur nicht vergessen. Bei Musik geht das aber nicht. Da hat die Gema was dagegen.

 

Explizite Erlaubnis

 

Ganz schön verquer, nicht wahr? Aber wer entscheidet denn sowas? Wer entscheidet, was mit dem hier geschriebenen Text getan werden darf? Was mit den Texten der Wikipedia? Ganz einfach: Der Urheber. Er hält das Urheberrecht. Er kann bestimmen, was mit seinem Werk getan werden darf, was nicht. Lizenz wird es genannt, wenn ich anderen Menschen die Erlaubnis erteile meine Werke zu nutzen. Ich könnte auch gleich mein Werk einer großen Firma abgeben, die das dann richtig verwalten und verteilen kann. Verwertungsrecht wird das in dem Fall genannt.

Wer dann mein Werk nutzen möchte, der schreibt mich an und ich gebe ihm eine Lizenz, meinen Text, mein Bild und meine Videos weiter zu verarbeiten. Sonst macht das der Verlag, falls er das überhaupt erlaubt. Der will da aber Geld für haben. Ist ja klar. Wie eigentlich auch schon für die Nutzung des Werkes. Ob ich dann jemals wieder etwas von dem Geld sehe? Ungewiss. Geld ist ja eh blöd. Ich schreibe Texte ja nicht, weil ich damit Geld verdienen will, sondern weil ich euch zum Nachdenken anregen will. Die wenigen, die jetzt überhaupt noch da sind. Und überhaupt will ich nicht mit Anfragen genervt werden. »Ja du darfst«, wäre eh die Antwort. Was will ich es denn groß verbieten? Vielleicht gibt mir mal jemand einen Tee aus, für die lustigen oder verwirrten Texte die ich schreibe. Dann wäre ich ja schon glücklich. Vielleicht geht auch mal jemand zu meinen Konzerten, wenn ich Musik mache. Wäre doch cool, wenn ich einen Stempel auf meinen Text machen könne, wo »Du darfst …« drauf steht.

Solch ein Stempel heißt Lizenz. Moment das hatten wir doch schon. Aber diesmal wäre es ja eine Freiheits-Lizenz. Eine explizite Erlaubnis für jedermann. Eine Lizenz ist also gar nicht böse? Wie lustig. Aber wie kann ich als juristisch unerfahrener Mensch einen Lizenztext erstellen? Das kann man doch keinem Zumuten. Richtig. Dafür gibt es Spezialisten. Für jeden Zweck eine Lizenz.

Einfallsreiche Ermächtigung

Künstlerische Werke (Texte, Musik, Filme, …) können unter einer Creative-Commons-Lizenz (CC) gestellt werden. Dann heißt es »Einige Rechte vorbehalten«. Welche genau das sind, hängt von der Lizenz ab. Dieses Blog steht auch unter einer CC-Lizenz, die mit CC BY-SA abgekürzt wird. Jeder darf Kopieren, jeder darf verändern, solange mein Name genannt wird (BY). Ein meiner Meinung nach interessanter Zusatz ist genau der letzte, das share alike (SA) (»Weitergabe unter gleichen Bedingungen«, wie es zu deutsch heißt): Es bringt einen viralen Effekt. Jedes Werk, das von meinem abgeleitet wird, muss unter dieser Lizenz bleiben. Es gibt noch den Lizenzbaustein nichtkommerziell (NC), was verbieten würde, das Werk zu gewerblichen Zwecken zu nutzen. Ist mir persönlich aber egal. Einigen Musikern vielleicht nicht, deshalb sei es mal erwähnt.

Konzession der Quellen

Den viralen Effekt haben die Creative-Commons von einer anderen Lizenz abgeschaut, die schon vorher existierte. Die GNU General Public Licence. Eine Lizenz für Software, die explizit die Verbreitung, Veränderung und Weitergabe des Quellcodes erlaubt. Der virale Effekt ist hier auch noch gegeben, wenn die Software aus verändertem (menschenlesbaren) Quellcode in ein (maschinenlesbares) Programm übersetzt wird und erst dieses Programm weiter verteilt wird. Die Lizenz muss genannt werden und der Quellcode auf Anfrage zugänglich gemacht werden.

Nicht ganz so viel Freiheit räumt die BSD-Lizenz dem Quellcode, aber noch mehr dem Entwickler ein: Dieser muss den Quellcode für das fertige, veränderte Programm nicht zwangsweise wieder offenlegen. Er darf selbst entscheiden, was er mit dem Quellcode anstellt.

Bei dieser Offenlegung des Quellcodes wird von Open-Source-Software, quelloffener Software, oder freier Software gesprochen.

Im wissenschaftlichen Bereich macht momentan Open-Access (offener Zugang) von sich reden. Ist das ganze weitergedacht für wissenschaftliche Aufsätze, damit jedermann kostenlos Aufsätze lesen kann.

Wunderbare Wirklichkeit

Ja das war eine schöne Übung, doch wem nützt das schon? Wer benutzt denn so etwas? Damit kann man doch kein Geld machen.

Es gibt tatsächlich Creative-Commons-Musik. Nicht mit der GEMA kompatibel, aber wer steht schon auf Mainstream? Es gibt auch mehrere Quellen für CC-Musik. Bemüht mal eine Suchmaschine eures Vertrauens.

Es gibt recht viele frei verfügbare Bilder (und andere Medien) bei den Wikimedia-Commons, dem Medien-Dienst der Wikipedia.

Freie Software ist ein viel zu großer Bereich, als das ich jetzt hier irgendwas hervorheben möchte. Das geht von Webbrowsern, Mini-Anwendungen, und Spezial-Software bis zu Betriebssystemen. Oft ist die Software gut, manchmal besser, hin und wieder sogar Quasistandard in ihrem Bereich. Und in der Regel kostenlos. Trotzdem rechnet sich das doch noch für einige Unternehmen. Andere sind sehr glücklich über Spenden, vor allem wenn Vereine und Stiftungen die Weiterentwicklung finanzieren.

Es gibt noch andere freie Lizenzen für diese und andere Anwendungsgebiete. Sollte mal nur so ein kleiner Abriss sein. Um in Zukunft weniger Fragen beantworten zu müssen.

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