Archiv für April 2011

Digitale Evolution

Die ganze Sache mit dem Internet erscheint mir momentan so ein Bisschen so, wie die nächste Entwicklungsstufe der menschlichen Zivilisation. Ob in der arabischen Welt, in den GUS-Staaten, in den ehemaligen Entwicklungsländern oder bei uns – alles ändert sich irgendwie rasend.

Im Rahmen der re:publica XI wurde der neue Verein Digitale Gesellschaft vorgestellt. Auf der Homepage steht, der Verein will eine „kampagnenorientierte Initiative für eine bürgerrechts- und verbraucherfreundliche Netzpolitik“ schaffen. Mich interessieren vor allem Open Data, Umgestaltung des Urheberrechts und Netzneutralität, für die der Verein eintritt.

Unter den weiteren Themen ist auch Datenschutz. Das mit dem Datenschutz ist echt so eine Sache. Dass Daten wirklich wichtig sind, merken nicht nur die Wissenschaft, die Wirtschaft, sondern auch staatliche Stellen. Es gibt auch Leute, die sich sehr für Datenschutz einsetzen. Was mir an dieser ganzen Datenschutz-Diskussion nicht gefällt: Datenschutz heißt bei jedem was anderes. Und alle reden an einander vorbei. Manchmal will ich auch nur selbst bestimmen, dass jemand alle meine Daten haben kann. Manchmal will ich das eben nicht. Bin ich jetzt ein Datenschützer?

Informationelle Selbstbestimmung benannte das Bundesverfassungsgericht dieses Prinzip einst. Das klingt doch viel cooler, als Datenschutz!

Mal schauen, was sich da in der nächsten Zeit noch entwickeln wird. Ich werde nicht so schnell aus dem Internet verschwinden.

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Science On Speed

Es gibt so einige Probleme im Wissenschaftsbetrieb. Zumindest erachten einige Menschen diese beobachteten Phänomene als Probleme. Hier habe ich sieben Forderungen für bessere Wissenschaft gefunden. So einige würde ich auch unterschreiben. Seht ihr das ähnlich?

Kann mir bei der Gelegenheit mal jemand erklären, warum es bei Zeitungsverlagen im Internet öfter mal keine Quellenangabe gibt? Oder war ich einfach nur zu ungeschickt die Quelle anhand des Wortlautes zu finden? Bitte sagt mir mal nicht, dass es diesen Aufruf von den ursprünglichen Urhebern nicht auch online gibt!

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Müllbergwerke

Warum sucht man eigentlich immer irgendwo in Bergen oder unter der Erde nach Rohstoffen, warum nicht mal auf Kometen oder zur Abwechslung mal in der Stadt?

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Immer gut arbeiten

Wenn man als Angestellter immer nur gut arbeitet, wird man befördert. Dann wird alles besser: mehr Gehalt, eine bessere Aufgabe. So bekommen die Besten auch die besten Jobs. Irgendwann sind wir alle Diplom-Sessel-Besetzer.

Wie gut, dass meine ganze Karriere noch vor mir liegt und ich noch so häufig befördert werden kann …

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Dreckige Ausländer

Warum sind Ausländer eigentlich immer so dreckig?

Es ist echt krass, was man nicht so alles unbewusst tut, oder? Ein Freund sagte neulich, dass es mit den Vorurteilen nicht so schlimm wäre, wenn man sich ihrer bewusst ist und sie als statistische Aussagen auffasst. Im Mittel würden davon einige ja stimmen, über Einzelfälle sagten sie aber nichts aus.

Ich bin mir ja nicht wirklich sicher, dass so viele Vorurteile im Mittel stimmen. Ich kann mir auch kaum vorstellen, dass man sich aller seiner Vorurteile bewusst werden kann. Leider habe ich auch den Eindruck, dass die meisten Menschen Vorurteile nicht im Geringsten als statistische Aussagen auffassen. Zumal man doch statistische Aussagen, deren Aussage statistisch bestätigt wurde, nicht mehr Vorurteil nennt, oder nicht? Dazu auch:

„Männer sind größer als Frauen.“ – „Aber das kann man doch so allgemein nicht sagen. Es gibt auch Frauen, die größer sind, als Männer!“

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Kreative Verkaufsideen

Im Internet braucht man kreative Verkaufsideen. Vor allem, wenn man eigentlich nicht so bekannt ist. Die Leute von Wolfire Games haben sich vor ungefähr einem Jahr etwas wirklich kreatives einfallen lassen, um kleinere Spiele unter das Volk zu bringen: Das Humble Bundle. Das Prinzip:

  • zeitlich begrenztes Angebot
  • 5 Spiele
    • lauffähig auf Mac OS, Windows und Linux
    • ohne Digital-Rights-Management, also frei sicher- und kopierbar
  • frei wählbarer Preis
    • frei aufteilbar auf Spiele-Entwickler, zwei Wohltätigkeitsorganisationen und das Humble-Bundle-Team

Unter den Spielen der ersten beiden Bündeln waren Perlen, wie Gorld of Goo, Braid, Aquaria und Osmos. Nun gibt es ein drittes Bündel, das zusammen mit dem Spielehersteller Frozenbyte geschnürt wurde. Dabei sind leider nur drei Spiele wirklich fertig und auf allen drei Platformen spielbar, darunter auch Trine. Eines ist ein Prototyp und das letzte noch nicht fertig. Ein Video auf der Projekt-Seite stellt die Spiele kurz vor. Schaut es euch doch mal an, die Aktion läuft aber nur noch knapp zwei Wochen.

Als Statusmeldung gibt es auch die aktuellen Statistiken, wie viele Bündel schon ausgeteilt wurden, wie viel Geld eingenommen wurde und, aufgetrennt nach Plattform, wie viel die Käufer im Durchschnitt bereit waren zu zahlen.

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Intelligente Menschen braucht das Land

Warum nur mag ich Lawrence Lessig? Weil er die Creative-Commons-Lizenzen ins Leben gerufen hat? Nicht nur!

Edit: In dem Zusammenhang finde ich noch diese Video-Serie hier ganz interessant: Everything is a Remix.

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Die Karten des Schwarms

Nein, hierbei ist – auch wenn der ein oder andere Leser etwas anderes denken mag – nicht der Schwarm gemeint.

Es soll hier um OpenStreetMap gehen. Das ist ein Karten-Dienst, der über Crowdsourcing seine Karten sammelt. »Dienst« klingt so nach Geld. Dem ist aber nicht so: Es ist eine mehr oder weniger lose Gemeinschaft von Menschen, die Kartenmaterial mittels GPS-Empfänger aufnehmen und auf einen Server hochladen, unter einer freien Lizenz. Die Karten kann dann jeder haben und in eigene Dienste oder Programme integrieren, alles kostenlos. Mitmachen kostet auch nix. Jeder, der einen GPS-Empfänger hat – ja, in Smartphones gibt es sowas häufiger – kann auch mitmachen und die Karten verbessern. Mit richtig guten Fußgängerkarten wird nämlich Autofahren immer sinnloser. Obwohl ein eigenes Auto ja eh »out« ist, oder?

Die Seite von OSM ist leider nicht wirklich bedienerfreundlich (wer findet sofort das Suchfeld?), aber das Kartenmaterial ist wirklich gut. Besser als das von anderen Karten-Diensten. Es gibt jedoch andere Projekte, die den Dienst nutzbar machen wollen: Marble ist ein Desktop-Globus-Programm, das im Rahmen von KDE entwickelt wird. Skobbler ist eine Smartphone-App, die das Kartenmaterial von OSM ausliefert. Auf der Homepage des Projektes sehe ich momentan eine eingebettete Googlemaps-Suche, aber es kann sein, dass das nur für Desktop-Browser so ist. Da ich – immer noch – kein Smartphone habe, kann ich euch auch grade nicht wirklich sagen, ob die App kostenlos ist. Wer sowas wissen will, findet es heraus.

Schaut euch mal euren aktuellen Wohnort oder eure Heimat an und vergleicht mal mit euren persönlichen Erfahrungen und anderen Karten-Diensten. Man kann da noch das ein oder andere entdecken.

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